Sierra Leone change the world through sport

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In SIERRA LEONE vereint fussball die bevölkerung 

Seit 2011 arbeitet hummel mit der NGO Play31 in Sierra Leone, um einen positiven Wandel für die Bevölkerung durch Fußball zu erwirken. Die Organisation möchte das gebeutelte Sierra Leone vereinen und unterhält fünf Projekte im Land, in deren Rahmen ca. 100,000 Einwohner von Sierra Leone jedes Jahr an Fußballereignissen teilnehmen. 2016 wurden zwei neue “Girls Peace Clubs“ ins Leben gerufen. Zudem wurden 1000 Fußbälle sowie Fußballausrüstung ausgegeben.

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ZURÜCK IN SIERRA LEONE NACH EBOLA - 2016

hummel ist zurück in Sierra Leone und stattet der Partnerorganisation Play31 einen Besuch ab. Nachdem der Ebola-Virus eingedämmt wurde, soll der Fußball wieder als Werkzeug dienen, um Menschen zusammenzubringen.

„Kommt zusammen, Kinder”, ruft der Lehrer den vielen Kindern zu, die auf dem Schulhof der Patricia Kabbah Primary School in Freetown, der Hauptstadt Sierra Leones, herumtoben.

Die Kinder versammeln sich schnell und ein kleines Mädchen lächelt, als sie Pel Koroma von Play31 und Morten Vestberg von hummel auf sie zukommen sieht. Die beiden haben ein paar Fußbälle bei sich und als die anderen Kinder dies bemerken, jubeln sie begeistert. Ein kleiner Junge blickt die Männer aus großen Augen an, als sie ihm einen der Fußbälle geben.

hummel ist gemeinsam mit der dänischen Vertreterin von Play31, Josephine Svensson, zurück in Sierra Leone. In den kommenden Tagen werden so viele Fußbälle wie möglich verteilt, was Kinder und Erwachsene in den Dörfern gleichermaßen begeistert.

„Es mag einem seltsam vorkommen, dass sich Kinder so sehr über ein paar Fußbälle freuen. Aber in Sierra Leone gibt es viele Kinder, die überhaupt nichts haben. Daher ist ein Fußball etwas ganz Besonderes für sie“, erklärt Pel Koroma: „So können sie spielen.“

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FUSSball isT EIN WERKZEUG

Moyamba ist eine der ärmsten Regionen in Sierra Leone. In diesen Randgebieten leben die Überlebenden von Ebola, werden Fußballspiele auf unebenem Boden in strömendem Regen ausgetragen, Fußballfeste zu Kwaito-Musik begangen und in den Schulen kommen Kinder in Uniformen angelaufen, um Fußbälle geschenkt zu bekommen. Nun gibt es hier auch zwei neue Girls Peace Clubs.

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Moyamba ist eine der ärmsten Regionen in Sierra Leone. In diesen Randgebieten leben die Überlebenden von Ebola, werden Fußballspiele auf unebenem Boden in strömendem Regen ausgetragen, Fußballfeste zu Kwaito-Musik begangen und in den Schulen kommen Kinder in Uniformen angelaufen, um Fußbälle geschenkt zu bekommen. Nun gibt es hier auch zwei neue Girls Peace Clubs.

„Auch Mädchen spielen gerne Fußball“, erklärt Huratu George, Leiterin des Girls Peace Clubs. Aber Huratu George verfolgt noch ein höheres Ziel mit dem Projekt. Es geht um mehr als nur Fußball.

„Mein Ziel ist es, den Mädchen eine Zukunft ohne Missbrauch, Gewalt und Vergewaltigung aufzuzeigen. Die Unterdrückung von Frauen stellt ein enormes Problem in Sierra Leone dar. Daher versuchen wir, die Mädchen für die Probleme zu sensibilisieren, denen junge Frauen gegenüberstehen“, fügt sie hinzu:

„Wir bringen ihnen bei, dass es legitim ist, seine Ziele höher zu setzen, als nur eine Familie zu gründen. Sie dürfen davon träumen, Anwältin oder Ärztin zu werden. Die neue Generation der Frauen muss gestärkt werden, damit unsere Gemeinden stärker werden. Fußball ist dafür das richtige Werkzeug.“

Trotz der natürlichen Ressourcen des westafrikanischen Landes, einschließlich des Exports von Diamanten, mit dem jedes Jahr ein Gewinn von 300 Millionen Dollar erzielt wird, hat der bis 2002 andauernde 11-jährige Bürgerkrieg seine Spuren auf der Seele der Bevölkerung und nicht zuletzt in der Wirtschaft des Landes hinterlassen. Mehr als 70 Prozent der ca. 6,3 Millionen Einwohner leben unterhalb der Armutsgrenze, wodurch es ihnen unmöglich ist, ihre Kinder in die Schule zu schicken, geschweige denn, ihnen grundlegende Dinge zu bieten. 

 

WORAUF ES ANKOMMT, IST DAS BRÜLLEN DES LÖWENS

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In der Bevölkerung Sierra Leones herrscht Aufbruchsstimmung. Die Menschen hoffen auf eine bessere Zukunft.

In jeder Schule rund um Freetown, die hummel und Play31 im Laufe des Tages besuchen, ist die Reaktion stets gleich. Freude, Begeisterung. Die Schüler präsentieren stolz ihre Schulen und sprechen über die Bedeutung von Bildung. Im Township Car Wash stellt sich eine Frau gegen die vielen Männer.

„Wir Mädchen wollen auch Fußball spielen“, betont sie nachdrücklich. Sie ergattert letztlich zwei der begehrten Bälle.

 

 

Kommt man aus der westlichen Welt, mutet die Vorstellung, dass ein Fußball ausreicht, um Menschen zusammenzubringen, seltsam an, aber die vereinende Kraft des Sports wird hier deutlich sichtbar, insbesondere bei einem Fußballspiel zwischen Ex-Soldaten. Nach dem Bürgerkrieg schlug den ehemaligen Soldaten in den Gemeinden Verachtung entgegen und das ist auch jetzt noch so. Dies berichtet Chernor Ajalloh, der mit Ex-Soldaten arbeitet und das heutige Fußballspiel gemeinsam mit anderen organisiert hat:

„Die Menschen machen die Soldaten für den Krieg und die Teilung verantwortlich. Aber man muss auch den Soldaten gestatten, weiterzumachen und ein Leben nach dem Krieg zu führen. Das hat für mich auch mit Gleichberechtigung zu tun.“

Während des Bürgerkriegs wurde Chernor Ajalloh von den Rebellen entführt und zum Kindersoldaten gemacht. Heute ist er 22 Jahre alt und widmet sein Leben der Unterstützung von Ex-Soldaten und dem Streben nach Frieden.

„Obwohl ich wesentlich jünger bin als sie, respektieren sie mich. Sie wissen, dass nicht die Größe, sondern das Brüllen des Löwen zählt, und dass ich ihnen helfen will“, spricht er, zeigt auf das Fußballfeld und lächelt:

„Seht euch all die Leute an, die hier versammelt sind. Eine ganze Gemeinde, die zusammenkommt, um Ex-Soldaten Fußball spielen zu sehen. Es gibt also Hoffnung.“

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DIE NACHWIRKUNGEN VON EBOLA  

Bis Januar 2016 gab es neue Fälle von Ebola in Sierra Leone. Wie bereits der Bürgerkrieg hinterließ auch diese furchtbare Seuche Tausende von Waisenkindern. In der armen Region Moyamba Junction war eine kleine Gemeinde mit am härtesten von dem Virus betroffen. Mehr als 30 Menschen starben, während 25 Kinder überlebten.

„Wir Erwachsenen haben die Kinder bei uns aufgenommen“, sagt Mohammed Kuyateh und zeigt auf die Kinder, die sich im Schatten versammelt haben, um die heiße Nachmittagssonne zu vermeiden.

 

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„Ebola hat unsere Wirklichkeit erschüttert. Seit dem Ausbruch der Krankheit konnten wir geliebten Menschen aufgrund der Ansteckungsgefahr nicht helfen, wir konnten ihnen nicht die Hand halten, uns verabschieden, wir konnten sie nicht einmal beerdigen. Das ist an sich schon furchtbar“, sagt Mohammed Kuyateh und fährt fort:

„Wir waren uns vermutlich der Folgen nicht wirklich bewusst. Heute überleben wir dank der Spenden von NGOs, weil wir keine Arbeit mehr finden. Die Menschen haben Angst, dass wir sie mit Ebola anstecken. Obwohl wir gesund sind.”

„Aber die Unterstützung durch die NGOs gibt es nur 18 Monate lang und läuft bald aus” erklärt Mohammed Kuyateh, während er die Hand von Pel Koroma hält, um ihm für die Fußbälle zu danken, mit denen einige der Kinder bereits unter einem großen Baum spielen. 

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